Veredlungsreiser jetzt schneiden!

Für Veredlungen sind Reiser zum Zeitpunkt der Knospenruhe zu schneiden.
Geeignet sind letztjährige Triebe die in gut besonnten Bereichen gewachsen sind. So genannte Wasserschosse aus dem Kroneninneren sind schlecht geeignet, da sie weniger Reservestoffe eingelagert haben.

Die geschnittenen Edelreiser sind kühl und dunkel zu lagern. Las Schutz vor der Vertrocknung können die Reiser in ein Sandbett mit feuchtem Sand eingeschlagen werden

Reiserlagerung in feuchtem Sand

Winterschnitt an Obstgehölzen

Nachfolgend ein paar kleine Tipps zum fachgerechten Obstbaumschnitt

Jetzt beginnt die Zeit für den Winterschnitt an Obstgehölzen. Bei Temperaturen über -5° C können die Bäume geschnitten werden. Ein Anschneiden aller Triebe, wie man es leider oft sieht, hat zu unterbleiben!

Beispiel für einen nicht fachgerechten Obstbaumschnitt.

Äste und Triebe sind im Astringbereich, die Verdickung an der Astansatzstelle abzuschneiden, dass kein Stummel stehen bleibt.


Juniriss

Beim sogenannten Juniriss werden ungünstig oder unerwünscht stehende Neutriebe an ihrer Entstehungsstelle einfach ausgerissen. Durch das Reißen werden, im Gegensatz zum Abschneiden, auch „schlafende“ Augen (Beiaugen) mit ausgerissen. Dadurch wird oft ein Neuaustrieb an der gleichen Stelle verhindert. Die Rißstellen sind auch die „natürlicheren“ Wunden. Sie verheilen in der Regel schneller als Schnittwunden.

Wenn die Astoberseiten komplett „freigeputzt“ werden, kann es zu Sonnenbrand auf der Rinde kommen. Daher ist es besser, wenn Neutriebe an einigermaßen akzeptablen Stellen nur entspitzt (pinziert) werden. Dazu werden die Triebspitzen mit den Fingernägeln abgeknipst, sodass 3 bis 5 Blätter am Trieb verbleiben. Gegebenenfalls wird das Pinzieren bei folgenden Neuaustrieben wiederholt. Das Pinzieren führt oft zu einer höheren Fruchtbarkeit an den behandelten Trieben.